3D‑gedruckter Keller: wie Robotik den Betonbau verändert

Anstatt Schalungen Schritt für Schritt zu montieren und wieder zu entfernen, setzte das Projektteam auf digitale Planung, einen mobilen 3D‑Betondrucker und Transportbeton, der just in time geliefert wurde. Schicht für Schicht entstanden die Kellerwände – vollautomatisiert und mit hoher Präzision.

Speziell entwickelter 3D‑Druckbeton aus Weißenhorn

Für das Projekt lieferte Heidelberg Materials Deutschland einen speziell entwickelten 3D‑Druckbeton aus dem Werk Weißenhorn. Die Mischung wurde gezielt auf den Einsatz im mobilen Großraumdruck abgestimmt:

  • Hohe Pumpfähigkeit über längere Distanzen
  • Stabile Schichten, die während des Drucks ihre Form behalten
  • Schnelle Festigkeitsentwicklung, um nachfolgende Lagen zu tragen

Diese Eigenschaften sind entscheidend für einen zuverlässigen, kontinuierlichen Druckprozess und ermöglichen dem Roboter, einen Keller zu erstellen, der den hohen Anforderungen des unterirdischen Bauens gerecht wird.

Das Projekt zeigt, wie Betontechnologie, digitale Planung und Robotik zusammenwirken, um Bauprozesse effizienter und planbarer zu machen.

 

3D‑Betondruck als Hebel zur Dekarbonisierung

Der 3D‑Betondruck ist ein wichtiger Baustein unserer Ambition, die Baustoffindustrie zu dekarbonisieren. Durch robotergestützte Automatisierung kann diese Bauweise:

  • Material einsparen – durch optimierte Geometrien
  • Schalungsabfall vermeiden und Prozessabfälle minimieren
  • Die Prozesseffizienz und Arbeitssicherheit auf der Baustelle erhöhen
  • Gestaltungsfreiheit für Planungs- und Architekturbüros erweitern

Mehr dazu, wie der 3D‑Druck zu geringeren Emissionen und höherer Ressourceneffizienz beiträgt, finden Sie unter 3D‑Betondruck.

Datengetrieben und digital vernetzt

Projekte wie der 3D‑gedruckte Keller sind eng mit der Digitalstrategie von Heidelberg Materials verbunden. Konzernweit bauen wir ein digitales Ökosystem auf, das Materialien, Prozesse und Partner vernetzt – dabei stehen unsere immer im Zentrum.

Mit Echtzeitdaten und digitalen Workflows können wir:

  • Druckprozesse genauer planen und steuern
  • Abfall reduzieren und Ressourcen auf der Baustelle optimieren
  • 3D‑Betondruck in ganzheitliche digitale Services für unsere Kunden einbinden

Unsere Digitalstrategie zielt nicht nur darauf ab, die Digitalisierung mitzugehen, sondern sie aktiv mitzugestalten.

Ein Schritt hin zu skalierbarem mobilem 3D‑Druck

Keller sind sicherheitsrelevante und hoch beanspruchte Bauteile. Dass ein solches Bauteil direkt auf der Baustelle im 3D‑Druck entsteht, ist daher mehr als ein Technik‑Showcase – es zeigt, dass mobiler 3D‑Betondruck auch komplexe, anspruchsvolle Elemente unter realen Bedingungen leisten kann.

Für Heidelberg Materials ist das Pilotprojekt ein wichtiger Schritt, um:

  • Praxiserfahrungen für zukünftige Anwendungen des mobilen 3D‑Drucks zu sammeln
  • Besser zu verstehen, welche Bauteile und Use Cases besonders viel Potenzial bieten
  • Leistungsfähige, potenziell CO₂‑reduzierte Betone für automatisierte Bauverfahren weiterzuentwickeln

Das Projekt knüpft an unsere breiteren Aktivitäten im 3D‑Betondruck an – von Wohngebäuden und seriellen Wohnbaukonzepten bis hin zum größten 3D‑gedruckten Gebäude Europas – und unterstützt unser Ziel, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und technische Exzellenz im Betonbau zusammenzuführen.

Weitere Informationen zu unseren Produkten und Referenzprojekten finden Sie auf unseren Länderwebsites, unter anderem bei Heidelberg Materials Deutschland.