Meilenstein bei Effizienz und De­kar­bo­ni­sie­rung: Heidelberg Materials nimmt moderne Ofen­anlage im fran­zö­si­schen Zement­werk Airvault in Betrieb

Heidelberg Materials France hat in seinem Zementwerk Airvault in der französischen Region Nouvelle-Aquitaine eine hochmoderne Ofenanlage in Betrieb genommen. Sie ersetzt zwei nach dem Halbtrockenverfahren arbeitende Ofenlinien. Die neue Ofenlinie ist mit einem modernen Vorkalzinatorsystem ausgestattet und verfügt über eine Kapazität von 1,25 Mio t pro Jahr.

„Der jüngste Schritt bei der Modernisierung des Standorts Airvault setzt neue Maßstäbe bei operativer Effizienz und Dekarbonisierung“, sagt Dr. Dominik von Achten, Vorsitzender des Vorstands von Heidelberg Materials. „Unsere Kunden werden von einem starken Angebot an CO₂-reduzierten Produkten aus einem der modernsten und effizientesten Zementwerke Europas profitieren.“

Dieser Meilenstein ist Teil des Modernisierungsprojekts von Heidelberg Materials am Standort Airvault, mit dem fast 90 % des Energiebedarfs des Werks durch alternative Brennstoffe gedeckt werden können. Der Stromverbrauch pro Tonne Zement wird um rund 10 % gesenkt. Zudem soll der Klinkeranteil im Zement verringert werden. Zusammen werden diese Maßnahmen den CO₂-Fußabdruck des im Werk hergestellten Zements im Vergleich zur bisherigen Produktion um fast 30 % reduzieren.

Das Modernisierungsprojekt umfasst Investitionen von mehr als 350 Mio € und wird teilweise von der französischen Regierung gefördert. Es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung des Werks. Darüber hinaus plant das Unternehmen, in der Produktion in Airvault kalzinierten Ton einzusetzen. Da die CO₂-Emissionen bei der Tonkalzinierung deutlich geringer sind als bei der Klinkerproduktion, wird durch die Substitution von Klinker durch kalzinierte Tone der CO₂-Fußabdruck des Unternehmens erheblich reduziert werden. Die Einführung der neuen Produktreihe „Q-Zement“ aus dem modernisierten Werk ist ein weiterer Schritt in Richtung einer CO₂-reduzierten Produktion.

Die Maßnahmen ebnen zudem den Weg für AirvaultGOCO₂, ein Projekt zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung (CCUS) von CO₂ am Standort. Mit einer geplanten Abscheidekapazität von rund 1 Mio t CO₂ pro Jahr ist AirvaultGOCO₂ Teil der umfassenderen GOCO₂-Initiative zur Dekarbonisierung Westfrankreichs. Heidelberg Materials hat kürzlich eine Förderzusage des EU-Innovationsfonds für das CCUS-Projekt erhalten.

Die Modernisierung des Standorts Airvault markiert einen wichtigen Meilenstein in der Dekarbonisierungsstrategie von Heidelberg Materials, deren Ziel es ist, die spezifischen Netto-Scope-1-CO₂-Emissionen bis 2030 auf unter 400 kg CO₂ pro Tonne zementartigem Material zu senken. Das Unternehmen strebt an, bis 2030 über 50 % seines Umsatzes mit nachhaltigen Produkten zu erzielen, die entweder CO₂-reduziert oder zirkulär sind. Spätestens 2050 will Heidelberg Materials Net Zero erreichen.

Christoph Beumelburg mit weißem Hemd und blauem Jackett, im Hintergrund ein Fenster und eine Sichtbetonwand

Christoph Beumelburg

Konzernsprecher, Director Group Communication & Investor Relations

Berliner Straße 6
69120 Heidelberg
Deutschland